Gedenken an Cy Twombly – Bayerische Staatsgemäldesammlungen



Bayerische Staatsgemäldesammlungen



Gedenken an Cy Twomly





Udo und Annette Brandhorst Stiftung und Bayerischen Staatsgemälde-sammlungen betrauern Tod des US-Künstlers.


Museum Brandhorst, Rosensaal


Museum Brandhorst, Rosensaal, Foto: Haydar Koyupinar





München, 06. Juli 2010 l Mit Bestürzung haben die Udo und Anette Brandhorst Stiftung und die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen den Tod des amerikanischen Künstlers Cy Twombly (1928 – 2011) zur Kenntnis genommen. Ein schlichtes Porträt und ein Trauerflor erinnern ab heute im Foyer des Museums Brandhorst an Cy Twombly, dessen Werk in der Sammlung in einer europaweit einzigartigen Fülle und Qualität vertreten ist.

„Der Tod Cy Twomblys, der diesem Haus und dem Sammler Udo Brandhorst in so einmaliger Weise verbunden war, ist ein schmerzlicher Verlust“, sagte Armin Zweite, Direktor der Sammlung Brandhorst. „Mit dem Tod Cy Twomblys verliert die Kunstwelt einen der bedeutendsten Künstler der Gegenwart. Wir sind stolz, dass seine Arbeiten von den 60er Jahren bis zu seinem überbordenden Spätwerk, etwa der erst vor drei Jahren entstandene Rosenzyklus, das Herz der Sammlung Brandhorst bilden.“

Klaus Schrenk, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, sagte: „Cy Twombly’s Tod ist ein großer Verlust für die internationale Kunstwelt. Seine Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen sind gerade in München in unserem Museum Brandhorst in einer Weise sichtbar, die weltweit ihres gleichen sucht. Wir nehmen von einer Künstlerpersönlichkeit Abschied, die einen ganz entscheidenden Beitrag zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts geleistet hat.“





Cy Twombly


Seit dem Studium und auf ausgedehnten Reisen beschäftigte sich Twombly mit dem Mittelmeerraum, der zu einer seiner wichtigsten Inspirationen wurde. Twomblys Kunst hat wie keine andere eine sensible und lyrische Verbindung von Bild und Text erreicht. Neben Robert Rauschenberg und Jasper Johns war Twombly der bedeutendste Vertreter der Generation, die den Abstrakten Expressionismus ablöste. Wie seinen beiden Kollegen gelang es ihm, eine neue Ära nicht nur der amerikanischen Kunst einzuleiten und eine ganz eigene, höchst einflussreiche Bildsprache zu entwickeln.

Seit der Eröffnung des Museums Brandhorsts ist Twomblys monumentalem Werk Lepanto (2001), bestehend aus zwölf Bildern, dauerhaft ein zentraler Saal des Museums vorbehalten, der nach Wünschen des Künstlers gestaltet worden ist. Mit mehr als 60 Werken – Gemälden, Skulpturen und Zeichnungen – aus unterschiedlichen Schaffensperioden bietet die Sammlung Brandhorst einen Überblick über die künstlerische Entwicklung dieses ungewöhnlichen Künstlers und ist somit die bedeutendste außerhalb der USA, vergleichbar nur der »Cy Twombly Gallery« der Menil Collection in Houston/Texas. Einer Werkgruppe um das Motiv der Rose, die 2008 entstand, ist im Obergeschoss ein eigener Saal, der sogenannte „Rosensaal“ eingerichtet.

Bis Sonntag, 10. Juli 2011 ist in den Kabinetten des Museums Brandhorst die Ausstellung „Cy Twombly Photographien 1951 – 2010“ zu sehen.







Courtesy Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Bildmaterial © Hubertus Hamm





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~ by Stampfli & Turci on July 6, 2011.

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