Rodin und Wien – Ausstellung im Belvedere Wien





Unteres Belvedere, Wien

Orangerie, Unteres Belvedere



Rodin und Wien
1. Oktober 2010 bis 6. Februar 2011





„Was man allgemein als Hässlichkeit bezeichnet, kann in der Kunst zu großer Schönheit werden.”

Auguste Rodin (1840-1917)


Auguste Rodin


Auguste Rodin
Schreitender (L‘Homme qui marche), 1899
Bronze
84,5 x 59,5 x 26,5 cm
Musée Rodin, Paris
© Musée Rodin, Paris, Foto: Christian Baraja





Ausgehend vom Sammlungsbestand des Belvedere ist die Herbstausstellung in der Orangerie dem bedeutendsten Bildhauer des frühen 20. Jahrhunderts, Auguste Rodin, und seinen Beziehungen zu Wien gewidmet. Das Werk des revolutionären französischen Künstlers steht für den Beginn des Zeitalters der modernen Skulptur. Die Oberfläche seiner Plastiken ist weich und bewegt durchformt, Licht und Schatten erzeugen malerische Wirkungen. Das oftmals „Unvollendete“ und Torsohafte ist bewusst gewählt, um die wesentlichen Merkmale des Motivs in Erscheinung treten zu lassen. Zeitlebens suchte Rodin nach immer neuen Möglichkeiten, um seelische Erregungen wie Leidenschaft und Verzweiflung über die Sprache des Körpers darzustellen.

Als korrespondierendes Mitglied der Wiener Secession beschickte Rodin ab 1898 deren Ausstellungen. 1899 erwarben die Secessionisten eine Büste Rodins für das heutige Belvedere. Auch die Ankäufe anderer Arbeiten für die Sammlungen des Belvedere gehen auf den direkten Kontakt der Secessionisten mit Rodin zurück. Im Rahmen der IX. Secessionsausstellung 1901 war Rodin im zentralen Raum mit mehreren Hauptwerken vertreten. 1908 initiierte Rainer Maria Rilke eine Schau im Kunstsalon Heller, um dem Publikum Rodin als Grafiker vorzustellen. Zwei Blätter aus dieser Ausstellung wurden damals vom Belvedere erworben. In den folgenden Jahren ergänzte das Belvedere seinen Rodin-Bestand um markante Arbeiten wie den Terrakottaentwurf zum Denkmal für Victor Hugo sowie eine Porträtbüste des Schriftstellers und die Eva.


Eugène Druet


Eugène Druet
Ève (Eva), o.J.
Silbergelatineabzug
38,6 x 28,5 cm
Musée Rodin, Paris
© Musée Rodin, Paris





In der Ausstellung sind diese Werke neben ausgewählten Leihgaben und historischen Fotografien präsentiert, die einerseits Rodins Ringen um die Form und andererseits den kunsthistorischen Kontext veranschaulichen.

Eine partielle Rekonstruktion vermittelt einen Anklang an die Raumwirkung, die Alfred Roller in der Secessionsausstellung 1901 erzielte, indem er in dem Mittelraum des Gebäudes ein Oktogon einschrieb. Eine an die Wand aplizierte Reproduktion des ursprünglichen Gipsmodells des Höllentors in Originalgröße, um die Dimesionen zu veranschaulichen, auf die sich unter anderen die Figuren der Eva und des Denkers beziehen.





Ausstellungsansicht


Rodin und Wien, 2010
Ausstellungsansicht
© Belvedere, Wien

Ausstellungsansicht


Rodin und Wien, 2010
Ausstellungsansicht
© Belvedere, Wien






Courtesy Belvedere Wien
Bildmaterial © Die jeweiligen Inhaber, Alle Rechte vorbehalten





Links





Stampfli & Turci – Art Dealers


Disclaimer & Copyright





~ by Stampfli & Turci on October 8, 2010.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s