Rubens im Wettstreit mit Alten Meistern – Alte Pinakothek München





Alte Pinakothek München



Rubens im Wettstreit mit Alten Meistern
bis 07.02.2010





Zu den Höhepunkten der Alten Pinakothek zählen die Gemälde von Peter Paul Rubens, eines der weltweit größten und bedeutendsten Ensembles seiner Werke. Dieses wird in den kommenden Monaten durch eine Ausstellung ergänzt, die einen faszinierenden und zugleich ungewöhnlichen Aspekt seines malerischen Schaffens präsentiert.





Peter Paul Rubens


Peter Paul Rubens (1577-1640) nach Tiziano Vecellio, genannt Tizian (um 1485/90-1576),
Adam und Eva, 1628/29, Leinwand, 237 x 184 cm, Madrid, Museo Nacional del Prado
© MADRID, PHOTOGRAPHIC ARCHIVE, MUSEO NACIONAL DEL PRADO



Nur wenigen dürfte bekannt sein, dass Rubens, einer der produktivsten und vielseitigsten Maler des Barock, zahlreiche Kopien nach Werken bedeutender Meister schuf. Anders als im modernen Sinne handelt es sich dabei nicht um bloße Reproduktionen, sondern um Zeugnisse eines intensiven, schöpferischen Prozesses. Rubens trat buchstäblich in einen Dialog mit dem Vorbild, eignete sich dessen Bildsprache an und versuchte diese noch zu übertreffen.



Erstmals wird in München diesem besonderen Thema eine Ausstellung gewidmet, die zugleich die Bedeutung des hauseigenen Rubens-Bestandes unterstreicht. Denn Rubens formte seinen eigenen Stil, während er Werke berühmter Vorbilder kopierte. Seine Auseinandersetzung mit den älteren Meistern war jedoch auch Teil eines künstlerischen Wettstreits. Indem er nur geringe Details veränderte, fand er häufig zu neuen Lösungen, die seinen Vorlagen zum Teil eine überraschende Modernität verliehen. Dies wird in der Ausstellung an ausgewählten Beispielen demonstriert. Einen außerordentlichen Höhepunkt bilden dabei die Gegenüberstellungen von Rubens’ Neuinterpretationen mit den Originalen. Sie bewirken einen spannenden Dialog und bieten dem Besucher ein besonderes Seherlebnis. Der Vergleich von Tizians »Adam und Eva« und der Nachschöpfung von Rubens, beide aus dem Prado, belegt dies in prägnanter Weise. Fulminanter Abschluss der Ausstellung sind die ebenfalls nach Vorlagen Tizians entstandenen großformatigen mythologischen Szenen.


Peter Paul Rubens


Peter Paul Rubens (1577-1640) nach Girolamo Francesco Maria Mazzola, genannt Parmigianino (1503-1540),
Amor schnitzt den Bogen, 1614, Leinwand, 142,5 x 107 cm, München, Bayerische Staatsgemäldesammlungen
© MüNCHEN, BAYERISCHE STAATSGEMäLDESAMMLUNGEN, ALTE PINAKOTHEK

Peter Paul Rubens


Peter Paul Rubens (1577-1640) nach Jan Cornelisz. Vermeyen (um 1500¿1559),
Mulay Ahmad, Prinz von Tunis, um 1613/14, Holz, 99,7 x 71, 5 cm,
Boston, Museum of Fine Arts, Maria Theresia Burnham Hopkins Fund
© 2009 BOSTON, MUSEUM OF FINE ARTS

Peter Paul Rubens



Peter Paul Rubens (1577-1640) nach Tiziano Vecellio, genannt Tizian (um 1485/90-1576), Mädchen mit Fächer, 1628/29, Leinwand, 96 x 73 cm, Wien, Kunsthistorisches Museum, Gemäldegalerie
© WIEN, KUNSTHISTORISCHES MUSEUM



Meisterwerke, darunter Leihgaben aus dem Prado in Madrid, dem Kunsthistorischen Museum in Wien und dem Nationalmuseum Stockholm, bereichern auf Zeit die Alte Pinakothek und treten in einen einzigartigen Zusammenklang mit der berühmten Münchner Flamen-Sammlung.



Courtesy Alte Pinakothek München
Fotos © Alle Rechte vorbehalten





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~ by Stampfli & Turci on January 25, 2010.

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