Herbert Boeckl. Retrospektive im Unteres Belvedere Wien





Unteres Belvedere Wien



Herbert Boeckl. Retrospektive
21. Oktober 2009 bis 31. Jänner 2010





Aufbauend auf den Errungenschaften der „Neukunstgruppe“ um Egon Schiele und Oskar Kokoschka avancierte der Kärntner Maler Herbert Boeckl (1894-1966) in den 1920er-Jahren zu einer der zentralen Figuren der Moderne in Österreich. Als Maler und auch als Professor und später als Rektor der Wiener Akademie der bildenden Künste prägte der Autodidakt mit seinem Werk und seinen Ansichten den heimischen Kunstbetrieb nachhaltig.





Herbert Boeckl


Herbert Boeckl
Self-portrait, 1923
Oil on canvas – 61 x 50 cm
Belvedere, Vienna
© Herbert Boeckl bequest, Vienna





Boeckl reagierte im Laufe seiner gesamten Künstlerkarriere stets hochsensibel auf Zeitströmungen und transformierte sie zu eigenständigen Schöpfungen von großer farblicher und stofflicher Intensität.

Ausgehend von einem abstrahierenden Expressionismus variierte Boeckl in den 1930er Jahren den zeittypischen Trend zur Klassik mit einem aufwühlend-pastosen Stil, der Körper zu Sinnträgern existentieller Fragen umdeutete. Ab 1945 setzte er die Lehre des Kubismus mit einem neuen, collageartigen Stil fort, der neben der Malerei auch in Fresken und Wandteppichen Anwendung fand.

Mehrmals repräsentierte er Österreich bei der Biennale in Venedig, auch zum kulturellen Wiederaufbau Österreichs nach dem Zweiten Weltkrieg trug er entscheidend bei – und dennoch blieb Boeckl bis zu seinem Tod der Glamourwelt der Kunstszene fern: „Der Maler hat das Glück, eine schweigsame Kunst zu betreiben, eine Kunst ohne Spektakel. Spektakel wird ohnehin genug gemacht“, so lautete seine Devise.


Herbert Boeckl


Herbert Boeckl
Anatomy, 1931
Oil on canvas – 133 x 156 cm
Vienna Museum
© Herbert Boeckl bequest, Vienna

Herbert Boeckl


Herbert Boeckl. Retrospective
Exhibition view
Foto © Eva Würdinger

Herbert Boeckl


Herbert Boeckl. Retrospective
Exhibition view
Foto © Eva Würdinger





Das Belvedere verfügt über den größten Bestand an Arbeiten dieses außergewöhnlichen Künstlers und richtete bereits 1955 einen eigenen Herbert Boeckl-Raum innerhalb der Sammlung ein. Jetzt, 15 Jahre nach der letzten großen Ausstellung, wird im Unteren Belvedere in einer umfassenden Retrospektive das beeindruckende Werk des eigenwilligen Avantgardisten gezeigt.


Die Schau präsentiert 150 Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen, Collagen, Skulpturen und einen Wandteppich und bietet in chronologischer Abfolge einen repräsentativen Überblick über sämtliche Schaffensperioden von Jugendwerken bis zu Boeckls letzten Arbeiten aus dem Jahr 1964. Der die Ausstellung begleitende Katalog beinhaltet ein neues Werkverzeichnis seiner Ölbilder, Skulpturen, Wandmalereien und Tapisserien.


Courtesy Unteres Belvedere
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~ by Stampfli & Turci on December 18, 2009.

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