Abschied des Generaldirektors der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen Prof. Dr. Reinhold Baumstark






Pinakotheken im Kunstareal. München

Presseinformation zum Abschied des Generaldirektors der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen Prof. Dr. Reinhold Baumstark




Am 18. Februar wird der Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen Prof. Dr. Reinhold Baumstark im Rubenssaal der Alten Pinakothek feierlich verabschiedet. Gleichzeitig findet die Amtsübergabe an seinen Nachfolger Prof. Dr. Klaus Schrenk statt.



Prof. Dr. Reinhold Baumstark

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Prof. Dr. Reinhold Baumstark in der
Neuen Pinakothek, 2008
Foto: Franziska Hasse



Die Amtszeit von Reinhold Baumstark (01.08.1999 bis 28.02.2009) war von herausragenden Ereignissen und Erfolgen für den Kulturstandort Bayern geprägt. Reinhold Baumstark setzte deutliche Akzente in der Erwerbungspolitik, der Neuordnung und Ausstattung der Häuser sowie der wissenschaftlichen, konservatorischen wie auch restauratorischen Bearbeitung der Sammlungsbestände. Eine Fülle von Publikationen krönt diese Arbeit.

Die Einrichtung und Eröffnung der Pinakothek der Moderne 2002 gestaltete Reinhold Baumstark entscheidend mit. Das Kunstareal München ist unter seiner Ägide zu einem internationalen Begriff geworden.

Neue Impulse wurden in der Öffentlichkeitsarbeit, Kunstvermittlung, der Museumspraxis und dem Ausstellungswesen (mit der LMU) gesetzt. Darüber hinaus entstanden internationale Kooperationen mit anderen Museen.

Große Bedeutung erhielt in zahlreichen Veranstaltungen der interdisziplinäre Dialog mit der Musik und Literatur.

Bedeutende Zugewinne sind vor allem für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts zu verzeichnen: die hochkarätigen Sammlungen von Udo und Anette Brandhorst, Eleonore und Michael Stoffel sowie die Fotosammlung von Ann und Jürgen Wilde. Voraussetzung dafür waren das kontinuierlich gewachsene Vertrauen, aber auch die kunstwissenschaftliche und konservatorische Kompetenz und die professionelle Öffentlichkeits- und Kunstvermittlungsarbeit an den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.

Die Staatsgemäldesammlungen können in dieser Zeit auf eine besonders intensive Ausstellungstätigkeit zurückblicken. Darunter dominierten Ausstellungen, die auf eigenen Sammlungsbeständen basierten und diese mit Hilfe von hochkarätigen Gastwerken in einen größeren Kontext stellten.

Neben den ausstellungsbegleitenden Katalogen entstand eine Fülle wichtiger Publikationen für die Alte Pinakothek, die Neue Pinakothek und die Pinakothek der Moderne: so konnte die Reihe der Publikumsführer der Pinakotheken nahezu komplett vorgelegt werden. Die Bestandskataloge der Neuen Pinakothek sind vollständig erschienen, die der Alten Pinakothek konnten mit dem Katalog zur Flämischen Malerei erweitert werden. Des Weiteren entstanden für die Pinakothek der Moderne die Bestandskataloge zur Amerikanischen Kunst und zur Kunst von Max Beckmann.

Reinhold Baumstark setzte sich in besonderem Maße auch für Neuordnung der Pinakotheken sowie für die Galerien der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen außerhalb Münchens ein. Einige der Zweiggalerien wurden renoviert und mit bedeutenden Exponaten, die zum Teil restauriert worden sind, neu bestückt. Insgesamt konnten fünf Zweiggalerien in Bayern glanzvolle Eröffnungen feiern.

Unter dem Motto »Das Neunzehnte neu entdecken« wurde die Neue Pinakothek in ihrem 150. Jubiläumsjahr neu eingerichtet. Für die Renovierung der Schack-Galerie trat Reinhold Baumstark ebenso passioniert ein wie für die neue Wandbespannung der Alten Pinakothek, die sich nur mit der großzügigen Unterstützung privater Mäzene schultern ließ.

Zu den besonderen Anliegen zählt für Reinhold Baumstark die Provenienzforschung, für die im Frühjahr 2008 eine feste Forschungsstelle eingerichtet werden konnte.

Reinhold Baumstark wurde von der Bayerischen Staatsregierung mit dem Bayerischen Verdienstorden und den Maximiliansorden ausgezeichnet.

Reinhold Baumstark brachte als Generaldirektor die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in ihren Kernkompetenzen Bewahren, Sammeln, Vermitteln auf ein hohes zeitgemäßes Niveau. Die Öffentlichkeitsarbeit mit all den ihr zur Verfügung stehenden medialen Mitteln konnte unter seiner Ägide entscheidend professionalisiert werden. Auch im Bereich der Informationstechnologie, z. B. mit der Einführung einer neuen datenbankgestützten Objektverwaltung inklusive Intranet und Internetpräsenz, hat er die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen ins neue Jahrtausend geführt.



    Die Pinakotheken im Kunstareal
    Barer Straße 29 | 80799 München




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~ by Stampfli & Turci on February 19, 2009.

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