Die Rückkehr der Götter – Berlins verborgener Olymp






Pergamonmuseum, Antikensammlung

Die Rückkehr der Götter – Berlins verborgener Olymp
Ausstellung > 5. Juli 2009




Die Staatlichen Museen zu Berlin gedenken der Rückgabe von Berliner Museumsbeständen aus der Sowjetunion im Jahr 1958. Auch aus diesem Anlaß zeigt die Antikensammlung 170 Kunstwerke, die bislang aus restauratorischen Gründen in Depots lagern mussten. Die Skulpturen, Vasen und Kleinkunstobjekte stehen stellvertretend für tausende Kunstwerke, die nach 13jährigem Exil in Moskau und St. Petersburg zurückkehrten, allen voran die Friese des weltberühmten Pergamonaltares.

Bedeutende Götterbilder konnten durch eine Kooperation mit der Stiftung Fundação Armando Alvares Penteado restauriert und 2006/7 mit großem Erfolg in São Paulo und nahe Rio de Janeiro präsentiert werden. Nun werden in Berlin die wichtigsten Gestalten des griechisch-römischen Pantheon in ihrer kunstgeschichtlichen Entwicklung vorgestellt und in ihren kulturhistorischen Zusammenhang eingebettet: Als Weihegaben im Heiligtum, Zierde öffentlicher Plätze und Gebäude oder Ausstattungsgegenstände römischer Villen und Gärten.


Statue des Dionysos


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Statue des Dionysos
Rom, 1. Jh. v. Chr., Marmor, Höhe 72 cm
© Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung, Foto: Johannes Laurentius

Der Weingott ist hier jugendlich dargestellt. Als Dionysos zu erkennen ist er an der Frisur: die langen welligen Haare sind zu einem losen Nackenknoten gebunden, werden über der Stirn von einer Binde durchschnitten und quellen an den Schläfen bauschig darunter hervor. Die Berliner Figur greift ein Statuenschema auf, das um 100 v. Chr. ent-standen ist.

Schlafender Eros mit Fackel


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Schlafender Eros mit Fackel
Erworben in Venedig, aus Sammlung Grimani (1841), 1. Jh. n. Chr., Marmor,
Länge 0,51 m
© Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung, Foto: Johannes Laurentius

Der nackte, geflügelte Liebesgott ist müde vom Feiern und hat sich erschöpft, noch mit Fackel und Festgirlande in den Händen, auf den bloßen Felsgrund zum Schlafen gelegt. Das Konzept der liegenden schlafenden Eroten ist wohl im Hellenismus entstanden.

Schauspieler als Papposilen


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Schauspieler als Papposilen
Rom, frühes 2. Jh. n. Chr., wohl nach einem Original klassischer Zeit, Marmor, Höhe 1,68 m
© Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung, Foto: Johannes Laurentius

Die Statue zeigt einen Schauspieler im Kostüm des Papposilen, des ältesten und ruhigsten der Silene. Er führt das Gefolge des Dionysos an, in dessen Kult das griechische Theater entstand. Bekleidet ist Papposilen mit einem eng anliegenden Trikot aus Schaffell und einem um die Hüften gegürteten Mantel. Das Kostüm entspricht dem Bühnenkleid des Papposilen im klassischen griechischen Satyrspiel. Der Berliner Papposilen dürfte deshalb auf eine Schauspielerdarstellung aus dem klassischen Athen zurückgehen – vielleicht die Ehrenstatue aus der Weihung eines im Satyrspiel siegreichen Choregen (Chorführers).

Kolossaler Götterkopf (Zeus / Jupiter?)


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Kolossaler Götterkopf (Zeus / Jupiter?)
Italien, 1. Jh. n. Chr., Marmor, Höhe 91 cm
© Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung, Foto: Johannes Laurentius

Die Büste des bärtigen Vatergottes schmückte wohl einst die Mitte eines Giebelreliefs. Die Formensprache des Werks ist hellenistisch.



© Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung
Bildmaterial © Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung – Jede Nutzung ist untersagt






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~ by Stampfli & Turci on December 28, 2008.

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