The Collections of Barbara Bloom / Ausstellung im Martin-Gropius-Bau Berlin








Martin-Gropius-Bau Berlin

The Collections of Barbara Bloom
Ausstellung > 9. November 2008

Veranstalter: Berliner Festspiele






Der Martin-Gropius-Bau zeigt eine Ausstellung mit Arbeiten der amerikanischen Künstlerin Barbara Bloom.

In einer mit Bildern überfüllten Welt kreiert Barbara Bloom visuell reiche Kunstwerke, die Formen des Betrachtens untersuchen.



Plakat zur Ausstellung „The Collections of Barbara Bloom“
Gestaltung: Steenbrink Vormgeving, Berlin



International bekannt für ihre Arbeiten, die präzise, detailliert und makellos ausgeführt sind, zeigt Barbara Bloom nur selten ein einzelnes Bild oder Objekt. Stattdessen beschäftigt sie sich mit der Beziehung zwischen Objekt und Bild sowie der impliziten Bedeutung ihrer Anordnung und Zusammenstellung. Ihre Kunst nimmt die Schönheit als Prämisse, um Illusion, Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit zu erforschen.

Bloom gehört neben Cindy Sherman, Richard Prince und Barbara Kruger zu den herausragenden Künstlern der postmodernen Generation. Sie ist besonders für ihre geistreichen und eleganten Arbeiten bekannt, bei denen sie gesammelte Objekte mit selbst hergestellten kombiniert. Die Schau vereint viele Komponenten früherer Arbeiten, so die bedeutenden Werke The Reign of Narcissism und Esprit de l’Escalier, neben aktuellen Arbeiten, wie Exemplare ihrer umfangreichen persönlichen Sammlung von Eintagsfliegen und Objekten unterschiedlichsten Ursprungs. Bloom ordnet jede Arbeit neu an oder fügt Elemente hinzu; dies nicht nur um die Grenzen zwischen „selbstgemachtem“ und gefundenem Material, zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu verwischen, sondern auch um zu zeigen, dass Bedeutung erst durch einen Kontext entsteht.

Wie der Titel nahe legt, zeigt die Ausstellung Sammlungen und reflektiert diese. Es handelt sich um eine hybride Ausstellungsform: eine Kombination aus einer selbst kuratierten – in der Mitte der Karriere stehenden – Retrospektive, einem Nachlass verkauf und einem Selbstportrait. Bloom gründet ihre Karriere auf der Infragestellung von Erscheinungen und der Untersuchung des Besitzstrebens. Dabei hinterfragt sie konventionelle Wahrnehmungsformen mit ironischen Kommentaren zum Wertewandel, den Praktiken des Sammelns und den Normen einer Retrospektive.


The 7 Deadly Sins



Barbara Bloom
The 7 Deadly Sins, 1987
© Barbara Bloom

Safe



Barbara Bloom
Safe, 1998
© Barbara Bloom

Shanghai Pigment Street



Barbara Bloom
Shanghai Pigment Street, 2001
© Barbara Bloom

Fake Film Stills, …my heart bleeds for you



Barbara Bloom
Fake Film Stills, …my heart bleeds for you, 1984–2007
© Barbara Bloom



Zu den vielen ungewöhnlichen Objekten, die präsentiert werden, gehören ein Playboy-Magazin in Blindenschrift, Briefmarken, auf denen Arbeiten zeitgenössischer Künstler gezeigt werden, ein Polsterstuhl, auf dessen Stoff eine Röntgenaufnahme der Zähne der Künstlerin zu sehen ist, ein pornografisches Bild, das auf einem Reiskorn aufgedruckt wurde, zerbrochene Keramikkrüge, deren Risse mit Gold repariert wurden und ein Teppich, auf dem die Titelseite der Erstausgabe des Romans Lolita von Vladimir Nabokov dargestellt wird.

Die Ausstellung ist in elf Sammlungsbereiche gegliedert: Innuendo, Framing, Doubles, Broken, Songs, Naming, Charms, Blushing, Belief, Reading In, und Stand Ins. Diese eigenwilligen Kategorien enthalten notwendigerweise viele Anspielungen. Sie agieren als Schlüssel und Wegweiser, die es dem Betrachter ermöglichen sollen, sich durch Blooms Bilder und Objekte einen Weg zu bahnen. Sie veranlassen zu einem Dialog und öffnen den Blick für Blooms einzigartige Vision.


Barbara Bloom wurde 1951 in Los Angeles geboren. Sie studierte am Bennington College und zusammen mit John Baldessari am California Institute of the Arts. Mehrere Jahre lebte und arbeitete die Künstlerin in Amsterdam und Berlin. Ausgestellt wurden ihre Werke u. a. im Museum of Modern Art in New York, im Museum of Contemporary Art in Los Angeles, im MAK in Wien, in der Serpentine Gallery, London, im Kunstverein München, in der Kunsthalle Zürich und anderen internationalen Institutionen, wie auf der Biennale in Venedig, wo sie den Due Mille Preis erhielt. Sie ist Preisträgerin der Guggenheim-Stiftung, des Wexner Center of Art und des Getty Research Institute. Zurzeit lebt und arbeitet sie in New York City.


Katalog

Ergänzend zur Ausstellung wurde von der Künstlerin ein umfassend illustrierter Katalog mit Texten von Dave Hickey und Susan Tallmann herausgegeben. The Collections of Barbara Bloom kann als Installation und Künstler-Retrospektive, der Katalog als Künstlerbuch und catalogue raisonné bezeichnet werden.





2 Responses to “The Collections of Barbara Bloom / Ausstellung im Martin-Gropius-Bau Berlin”

  1. […] The Collections of Barbara Bloom / Ausstellung im Martin-Gropius-Bau Berlin […]

  2. oh!! j’adore cet appareil, il me rappelle beaucoup de souvenirs, très bel objet!

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