Robert Rauschenberg Ausstellung im Haus der Kunst, München








Haus der Kunst, München

Robert Rauschenberg
Travelling ’70 – ’76
Ausstellung > 14. September 2008







Zeit seines Lebens integrierte der amerikanische Künstler Robert Rauschenberg Fundstücke in seine werke – Holz, Stoff, Pappe oder Autoreifen. die Ausstellung zeigt nun jene Serien und arbeiten des Künstlers, die von 1970–76 entstanden und von seinen Reisen nach Europa, Israel und Indien inspiriert sind. sie zeugen von der Leichtigkeit und großen Erfindungsgabe, mit der Rauschenberg seine Lebenswelt, die unscheinbaren Dinge des Alltags, in seine Kunst einbezieht.



Robert Rauschenberg 1974
Photograph by Art Kane
© 2007 Haus der Kunst, München. Alle Rechte an der fotografischen Bildvorlage vorbehalten.



Die Ausstellung vereint eine Auswahl der ’Cardboards’, ’Venetians’, ’Early Egyptians’, ’Hoarfrosts’ und ’Jammers’. In diesen Serien, die in den Jahren von 1970 bis 1976 entstanden, spiegeln sich Rauschenbergs Beschäftigung mit anderen Kulturen und seine Erfahrungen von verschiedenen Reisen. Mit der Ausstellung erhält dieser bisher wenig beachtete Werkkomplex in Rauschenbergs Oeuvre zum ersten Mal die verdiente Aufmerksamkeit.

Seine Reisen in den 70er-Jahren führten Rauschenberg nach Italien und Frankreich, Jerusalem und Indien. Die Serien entstanden während oder unmittelbar nach diesen Reisen; sie sind von außergewöhnlicher Schlichtheit, Frische und Brillanz und mit neuen Materialien und Techniken geschaffen. Neben Fundstücken wie Steinen, Stricken, Drähten oder Glasvasen verwendete Rauschenberg in dieser Zeit vor allem Pappkarton und Stoffe.

In den „cardboards“ zeigt sich dabei Rauschenbergs Neigung zum monochromen und abstrakten; Gebrauchsspuren auf den gefundenen Pappschachteln geben Hinweise auf ihre Geschichte und ihre Verwendung. In den „hoarfrosts“ überlappen sich bedruckte Stoffe in zum Teil leuchtenden Farben und erzählen von Auflösung und Schwebezustand, von verhüllen und Transparenz.

Bei allen fünf Serien behandelt er klassische Probleme der Malerei wie Komposition, Farbe und Textur sowie der Bildhauerei. Gewicht, Balance oder Positionierung des Objekts im Raum. Sie zeugen von der Leichtigkeit und großen Erfindungsgabe, mit der Rauschenberg die Lebenswelt in sein Werk einbezieht – und so bleibt das einzige, wovor sich der Künstler fürchtet, dass ihm „die Welt ausgehen könnte“.




Robert Rauschenberg
Mirage (Jammer), 1975
Sewn fabric
203 x 175 cm
Collection of the artist
© Robert Rauschenberg / VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Photographer unknown


Robert Rauschenberg
Volon (Cardboard), 1971
Cardboard
141 x 373 x 27,3 cm
Collection of the artist
© Robert Rauschenberg / VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Photograph by Ellen Labenski


Robert Rauschenberg
Sor Aqua (Venetian), 1973
Lollection the Museum of Fine Arts, Houston, gift of the Caroline Wiess Law Foundation
© Robert Rauschenberg / VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Photographer unknown






    Text © 2007 Haus der Kunst
    Bildmaterial © Alle Rechte an der fotografischen Bildvorlage vorbehalten.





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~ by Stampfli & Turci on August 20, 2008.

One Response to “Robert Rauschenberg Ausstellung im Haus der Kunst, München”

  1. […] Robert Rauschenberg Ausstellung im Haus der Kunst, München […]

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