Black in Dark – Fotografien von Hubertus Hamm – Pinakothek der Moderne, München
Pinakothek der Moderne, München
Black in Dark – Fotografien von Hubertus Hamm
03.12.2010-27.02.2011
Ein provokanter Ansatz in der Produktfotografie: Fotoarbeiten von Hubertus Hamm, deren Bildinhalte sich dem Betrachter erst auf den zweiten Blick erschließen. Sie irritieren und bieten dem Auge nur wenig Anhaltspunkte, die dargestellten Gegenstände zu erfassen.
Hubertus Hamm
Leuchte »Sparkle Shady« Jaime Hayon für Swarovski Stuhl »Cab Chair« von Mario Bellini für Cassina
Foto und Copyright: Hubertus Hamm
Seit einigen Jahren beschäftigt sich Hubertus Hamm in seiner Fotografie konzeptuell mit dem Einsatz von Schwarz, um die Grenzbereiche der menschlichen Wahrnehmung auszuloten. Die Bildstrecke »Black in Dark« fotografierte er im Frühjahr 2010 für das ZEITmagazin: schwarze Designobjekte in einem dunklen Raum ohne jegliches künstliches Licht.
Bei den Objekten handelt es sich etwa um Leuchten wie »Falling Water« von Tobias Grau oder »Sparkle Shady« von Swarovski, um Besteck, Trinkgläser oder Becher, Uhren oder Fernseher, um Möbel wie den Tisch »Yo-Yo2« von Ligne Roset oder um das Luxusfahrrad »All Black Bike« von Hublot.
Hubertus Hamm
Leuchte »Falling Water« von Tobias Grau
Foto und Copyright: Hubertus Hamm
Hubertus Hamm
»All Black Bike« von Hublot
Foto und Copyright: Hubertus Hamm
Trotz kaum vorhandener Beleuchtung reflektieren die Gegenstände ganz leicht und werden dadurch überhaupt erst sichtbar. Darüber hinaus absorbieren die tiefschwarzen und zugleich matten Oberflächen der Fotografien selbst nahezu das gesamte Umgebungslicht. Doch nicht nur die Dunkelheit der Aufnahmen erschwert die Interpretation der fotografierten Objekte, auch der unkonventionelle Blickwinkel lässt Vieles offen. Der Betrachter tappt im Dunkeln. Greifbares entzieht sich dem Blick und löst sich partiell in Abstraktion auf.
Courtesy Pinakothek der Moderne München
Bildmaterial © Hubertus Hamm
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