Giro d’Italia – Staatsgalerie Moderne Kunst im Glaspalast Augsburg
Staatsgalerie Moderne Kunst im Glaspalast Augsburg
Giro d’Italia
Ab 6. März 2010
Ab dem 6. März 2010 sind in der Staatsgalerie moderner Kunst im Augsburger Glaspalast unter dem Titel »Giro d’Italia« Höhepunkte italienischer Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus der Sammlung der Pinakothek der Moderne zu sehen.
Lucio Fontana
Lucio Fontana (*1899 – 1968)
Concetto spaziale | 1954
Leinwand, Glasstücke, Perforierungen Öl, 84,5 x 69 cm
© BAYERISCHE STAATSGEMäLDESAMMLUNGEN IN DER PINAKOTHEK DER MODERNE
In dem von Tageslicht durchfluteten Industriebau wird der Besucher auf 1500 m2 Ausstellungsfläche zu einer »tour artistique« durch eine aktive Produktionsstätte der Gegenwartskunst eingeladen. Werke von Künstlern, wie Lucio Fontana und Emilio Vedova, die in Norditalien arbeiteten, werden in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem in der Toskana arbeitenden Bildhauer Marino Marini und dem in Rom entstandenen Schaffen Alberto Burris gezeigt oder mit Bildern des im Süden beheimateten Mimmo Paladino konfrontiert.
Die vielfältigen Tendenzen sind dabei kaum einer Landschaft zuzuordnen oder fügen sich zu einer übergreifenden Strömung. Vielmehr wird deutlich, mit welch individueller Kraft jeder Künstler nach dem Ende des Faschismus zu einem engagierten Dialog zwischen Wirklichkeitsbezug und reiner Abstraktion gefunden und damit zur Neudefinition des Koordinatensystems der Kunst beigetragen hat.
Alberto Burri
Alberto Burri (1915 – 1995)
Grande Sacco | 1958
Sackleinen, 200 x 188 cm
© BAYERISCHE STAATSGEMäLDESAMMLUNGEN IN DER PINAKOTHEK DER MODERNE | ERWORBEN 1980
Marino Marini
Marino Marini (*1901 – 1980)
Musica Viva | 1963
Öl auf Leinwand; 199,5 x 180 cm
© BAYERISCHE STAATSGEMäLDESAMMLUNGEN IN DER PINAKOTHEK DER MODERNE | ERWORBEN 1976 ALS SCHENKUNG DES KüNSTLERS
Enzo Cucchi
Enzo Cucchi (*1949)
Senza Titolo | 1989,
Öl, Metall auf Leinwand, 346 x 380 cm
© BAYERISCHE STAATSGEMäLDESAMMLUNGEN IN DER PINAKOTHEK DER MODERNE | ERWORBEN 1989 MIT UNTERSTüTZUNG DER THEO WORMLAND STIFTUNG
»Giro d’ Italia« bildet den Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen zu den langen und vielfältigen Beziehungen zwischen Italien und Bayern: Im Benediktinerkloster St. Mang in Füssen werden zwischen Mai und Oktober 2010 Schlaglichter auf den transalpinen Austausch im Römischen Reich geworfen. Das Maximilianmuseum in Augsburg beleuchtet die Rolle der Stadt als Schnittstelle zwischen Nord und Süd in der Renaissance. Und im gerade eröffneten Textilmuseum werden die Kontraste zwischen der Wirklichkeit italienischer Gastarbeiter und der Dolce Vita-Sehnsucht vieler Deutscher vorgestellt.
Courtesy Pinakothek der Moderne
Images © BAYERISCHE STAATSGEMäLDESAMMLUNGEN IN DER PINAKOTHEK DER MODERNE
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