Zwei grosse europäische Privatsammlungen für die Albertina

Wien :

Die Albertina erhält zwei große europäische Privatsammlungen der klassischen Moderne als Dauerleihgabe: Die Liechtenstein’sche Stiftung der 500 Werke von Monet bis Picasso umfassende Sammlung von Rita und Herbert Batliner wurde Anfang Mai 2007 als unbefristete Dauerleihgabe der Albertina übergeben.


Dazu gesellt sich nun die Schweizer Privatsammlung von Eva und Mathias Forberg mit fast 50 Gemälden, Zeichnungen und Graphiken von Paul Klee und seinen Zeitgenossen Kandinsky, Franz Marc, Lyonel Feininger u.v.a.

Die Albertina ist damit Österreichs einziges Museum, in dem die bisher bestehende Lücke der internationalen klassischen Moderne, vom französischen Impressionismus und Nachimpressionismus über den deutschen Expressionismus des Blauen Reiters und der Brücke, den Fauves oder russischen Avantgarde von Chagall bis Malewitsch durch viele Hauptwerke geschlossen werden kann.

 

Diese beiden bei Kennern und Museen seit vielen Jahrzehnten geschätzten Privatsammlungen werden ab Herbst dieses Jahres in großen Ausstellungen erstmals umfassend der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, ehe Sie ab Frühjahr 2008 als permanente Schausammlung in der Albertina etabliert werden.

 

Die Albertina besitzt nun mit der Übergabe dieser Sammlungen, insbesondere dank der fast 40 Picassos der Sammlung Batliner (darunter zehn wichtige Gemälde und viele Zeichnungen, Graphiken und Keramiken) einen der größten musealen Picasso-Bestände.

 

Darüber hinaus ragen aus der Sammlung Batliner Hauptwerke von Monet (drei Landschaften, darunter ein Seerosen-Bild), Renoir, Cezanne, Modigliani, Matisse, Ernst Ludwig Kirchner, Rothko oder Francis Bacon heraus.

Die wichtigsten Werke der Sammlung Forberg sind eine Kandinsky-Improvisation von 1910, eine der schönsten kubistischen Landschaften Feiningers und eine Gruppe mit neun Gemälden und Aquarellen von Paul Klee.

 

Für die Albertina ist die Übernahme dieser beiden Privat-Sammlungen nach der Gründung der Fotosammlung 1999 und der Restaurierung der Prunkräume 2002 bis 2007 sowie deren Ausstattung mit den kostbaren erzherzoglichen Originalmöbeln von Josef Danhauser ein weiterer wichtiger Schritt der erfolgreichen Neupositionierung dieses traditionsreichen Museums.

 

 Diese Sammlungserweiterung der Albertina setzt konsequent das Programm der letzten Jahre fort, die Kunst der Zeichnung und Graphik gesamtheitlich mit anderen Künsten zu zeigen und so diese früher meist nur kleinen Kreisen zugängliche Kunst völlig neuen und breiten Besucherschichten zu erschließen.

 

Albertina Wien 

~ by Stampfli & Turci on August 24, 2007.

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